Erfahrungen
Persönliche Orientierung

Persönliche Orientierung

„Zum ersten Mal musste ich regelmäßig arbeiten, hatte einen eigenen Haushalt, verdiente mein eigenes Geld und stand auf eigenen Füßen. Ich war einerseits mit sehr harter körperlicher Arbeit konfrontiert, und andererseits musste ich auch erst lernen, mit der Abgeschiedenheit und Einsamkeit nach der Arbeit umzugehen. Jedoch gaben mir beide diese Situationen das Gefühl, dass ich eigenverantwortlich handeln und arbeiten kann und ich lernte viel Neues über mich und andere Menschen kennen. Besonders faszinierte mich das Arbeitsfeld Wald.“

 

„Zuerst wollte ich nur eine Sicherheit haben, falls ich keinen Studienplatz bekomme. Dann aber ist mir bewusst geworden, wie viel mir solch ein Jahr bringen kann. Ich bekomme die Gelegenheit eine andere Gegend, andere Menschen kennen zu lernen. Vor allem aber konnte ich mich von zu Hause lösen. Es gab dann nach dem Abi eine Phase, in der ich mich habe überreden lassen, doch gleich ein Studium anzufangen. Im Nachhinein weiß ich, dass es richtig war, mich durchzusetzen. Mein Grund das FÖJ zu machen, war es Freiheit zu haben und dem Lernstress zu entkommen. Die Arbeit mit den behinderten Menschen hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auf sein Herz zu hören.“

 

„Letzten Endes kann ich sagen, dass ich auf jeden Fall durch dieses Jahr gereift, in manchen Dingen selbständiger und selbstsicherer geworden bin. Ich hatte zu Beginn noch ziemliche Hemmungen und Probleme, Leute auf Probleme anzusprechen und vor einer Riesengruppe Kinder oder Jugendlichen einen freien Vortrag über die Besonderheiten, die Regeln und die Abläufe des Jugendhauses zu halten. Auch so simple Dinge wie Telefonate entgegen zu nehmen oder mit den Kollegen bzw. Anleitern über Probleme oder Missstände zu sprechen sind mir anfangs nicht leicht gefallen. Mittlerweile ist das alles normal für mich und ich bin der Meinung, dass mir diese Dinge enorm weiter helfen können. Ich habe die Erkenntnis gemacht, dass ich mich in vielerlei Hinsicht einfach unterschätzt habe.“

 

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