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Mehr Frauen in Parlamente


BDKJ Bayern kritisiert anlässlich des Weltfrauentages fehlende Geschlechtergerechtigkeit in den Parlamenten

München, 06.03.2015        Frauen in der ganzen Welt begehen am 8. März den Internationen Frauentag. Er hat eine über 100-jährige Geschichte und bereits 1911 war eine zentrale Forderung das Wahlrecht für Frauen und deren Teilhabe an politischer Macht. Nach wie vor sind im Jahr 2015 Frauen in der Politik und in den Parlamenten unterrepräsentiert. So liegt zum Beispiel der Frauenanteil auf kommunaler Ebene in Bayern durchschnittlich bei 25 %. In den kommunalen Führungspositionen finden sich in ganz Bayern drei Oberbürgermeisterinnen und vier Landrätinnen. Im Bayerischen Landtag sieht die Welt nicht viel anders aus. Hier liegt der Frauenanteil der Abgeordneten bei 30%.
„Das ist keine Gleichberechtigung! Der BDKJ Bayern blickt auf eine über 20jährige Erfolgsgeschichte in Bezug auf Quotenregelungen bei der Besetzung von Gremien und Ämtern zurück. Diese positiven Erfahrungen zeigen, dass das Instrument Quote funktioniert und deutlich zur Geschlechtergerechtigkeit beiträgt,“ stellt Claudia Junker-Kübert, BDKJ-Landesvorsitzende, fest.

Die BDKJ-Landesfrauenarbeitsgruppe wünscht mit einer digitalen Postkarte allen Frauen einen schönen Weltfrauentag und sagt so Danke für das vielfältige Engagement!

In Bayern hat sich im März 2014 das Aktionsbündnis „Parité in den Parlamenten“ gegründet. Es plant für 2015 eine Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof um das geltende Bayerische Wahlrecht auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüfen zu lassen. Claudia Junker-Kübert verweist auf das französische Vorbild, wo im Jahr 2000 das Parité-Gesetz eingeführt wurde und damit der Frauenanteil in den Kommunalparlamenten von 26 auf 48% gesteigert wurde.
Mit den Wünschen und dem Dank zum Weltfrauentag 2015 verbindet die BDKJ-Landesfrauenarbeitsgruppe, ganz in der frauenpolitischen Tradition des Weltfrauentages stehend, daher die Frage an die Frauen „Wollt ihr die Popularklage unterstützen?“
„Je mehr Frauen und Männer sich dem Aktionsbündnis anschließen, desto größer ist die gesellschaftliche Wirkung“, erklärt Claudia Junker-Kübert und wünscht dem Aktionsbündnis viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter.