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Für eine verbindliche Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Bayern

München, 10. Februar 2016     Einstimmig votierten die Delegierten des Landesausschusses des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Bayern Ende Januar für eine verbindliche Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsagenda in Bayern unter der Überschrift „Entwicklungsland Bayern“. Gerade Angesichts der anhaltend hohen Zahlen von Menschen auf der Flucht kommt der politische Strategie der „2030-Agenda zur nachhaltigen Entwicklung“, wie sie von den Vereinten Nationen im September 2015 beschlossen wurde, eine bedeutende Rolle zu.

Inzwischen hat sich Bayern mit den Stimmen aller Landtagsfraktionen dazu verpflichtet die entwicklungspolitischen Leitsätze Bayerns weiter zu entwickeln. Mit der Beschlussfassung fordert der BDKJ Bayern die verbindliche Umsetzung. „Die bayerische Nachhaltigkeitsstrategie weist einige Schwächen auf, da lediglich Leitlinien formuliert wurden, die weder verbindlich sind, noch sich messen und bewerten lassen“, so Jens Hausdörfer, Geistlicher Verbandsleiter des BDKJ Bayern. „Ausdrücklich kritisieren wir bei der Strategie des Freistaates die starke inhaltliche Fokussierung auf ökologische Nachhaltigkeit und die fehlende direkte Wirkung auf neue Gesetze und Verordnungen.“

Mit zehn Einzelforderungen beschreibt der BDKJ Bayern, was genau geschehen muss, damit die bayerische Strategie einen grundlegenden Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung einleitet, die zugleich ökologisch tragfähig ist und zur sozialen sowie ökonomischen Effizienz beiträgt. Auf der Internetseite des BDKJ Bayern ist unter www.bdkj-bayern.de/positionen/oekologie/ der gesamte Beschlusstext nachzulesen.

Der BDKJ Bayern wird in den kommenden Monaten weiter an der Thematik einer globalen Nachhaltigkeit arbeiten. Zur BDKJ-Landesversammlung 2016 wird es einen Antrag zur Papstenzyklika „Laudato Si“ geben.