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Gemeinsame Erklärung des BDKJ Bayern und der EJB

Aus christlicher Verantwortung für das Wohl und die Zukunft junger Menschen in Bayern wenden sich die beiden großen christlichen Jugendverbände mit einer gemeinsamen Erklärung an die politisch Verantwortlichen in Bayern:
Eine bunte Mischung religiöser und kultureller Hintergründe in der christlichen Jugendverbandsarbeit sind Ausdruck für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. Der gemeinsame Dialog mit jungen Menschen zeigt uns, dass wir - entgegen des politischen Kurses der Bayerischen Staatsregierung - weiter an der Willkommenskultur als Grundlage und Türöffner für den Prozess einer gelingenden Integration festhalten werden.
Oberstes Ziel ist aus unserer Sicht Teilhabe junger Menschen an Politik, Kultur und Gesellschaft – unabhängig ihrer Herkunft. Wir begreifen Zuwanderung als Chance und  sehen unser Engagement als Zeichen praktizierter Nächstenliebe. Dazu gehört, Menschen in Not auf zu nehmen; dies ist aus unserer Sicht eine christliche Grundverantwortung, der wir uns gerade in diesen Zeiten stellen.
Die Äußerung von Ministerpräsident Horst Seehofer zur „notariellen Beendigung der Willkommenskultur“ sowie die Entwicklungen um das bayerische Integrationsgesetz ist für uns ein irritierender Rückschritt im Bemühen um eine gelingende Integration.  
Wir sind überzeugt, dass wir als christliche Jugendverbände eine entscheidende Rolle für den Aushandlungsprozess kultureller, religiöser und gesellschaftlicher Fragestellungen leisten. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Vermeidung der unmittelbaren und mittelbaren Diskriminierung von jungen Menschen.