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Mehr muss wirklich nicht sein

Der BDKJ Bayern, Unterstützer der „Allianz für einen freien Sonntag“, stellt sich ganz klar gegen eine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten



Ein freier Tag in der Woche an dem man sich nur sich selbst, der Familie, den Hobbies, den eigenen Interessen, dem Ehrenamt, Gemeinsames mit Freunden und vielen anderen Dingen widmen kann, ist nicht nur eine große soziale Errungenschaft, sondern auch eine absolute Notwendigkeit. Dieser freie Tag war bisher immer der Sonntag, doch schon in der Vergangenheit wurde die Regelung zum freie Sonntag immer weiter aufgeweicht, unter teils fadenscheinigen Begründungen wie „Lange Museums- und Einkaufsnacht“.

„Anstatt immer mehr Ausnahmen zuzulassen, zum Beispiel Tiefkühlpizza an Tankstellen, Souvenirs an touristischen Hotspots oder frische Semmeln vom Bäcker, die bereits auf Grund eines ökonomischen Drucks erfolgt sind, sollte es im Gegenteil wieder viel weniger Schlupflöcher geben,“ gibt Eva Jelen, BDKJ-Landesvorsitzende, klar die Richtung vor.

Der BDKJ Bayern steht der aktuellen Bestrebung aus dem Einzelhandel den freien Sonntag komplett zu kippen und damit dem ungebremsten Konsum alle Türen zu öffnen sehr kritisch gegenüber.
„Zu einem kritischen Konsum gehört auch die Aufmerksamkeit für ein Produkt – die fängt bereits bei der Öffnungszeit und damit der Verfügbarkeit an. Auch wenn wir online immer alles sofort bestellen können, gibt es nichts, was nicht auch einen Tag später erst gekauft werden könnte. Wir müssen nicht zu jeder Zeit kaufen können, wenn wir aufmerksamer und damit nachhaltiger einkaufen,“ zeigt Eva Jelen eine Alternative auf.

Ein letzter kritischer Punkt in den Augen des BDKJ Bayern ist die Zeit für das Ehrenamt. Viele Projekte und Maßnahmen, Gruppenstunden und Aktionen finden am Wochenende statt.
„Durch den Wegfall des freien Sonntags, würde ein großer Teil der freien Zeit verloren gehen– denn je flexibler die Arbeitszeiten, desto weniger gibt es Zeiten der Unerreichbarkeit für die ArbeitnehmerInnen. Schon jetzt wird die Freizeit immer knapper – weniger darf es wirklich nicht mehr werden. Der Sonntag hat frei zu sein,“ schließt Eva Jelen.