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Vertrauen statt Angst

BDKJ Bayern lehnt neues Polizeiaufgabengesetz ab

- München, 25. April 2018 - 

Freiheit ist gerade für junge Menschen von besonderem Wert. Sie dürfen sich nicht überwacht fühlen, wenn sie soziale Netzwerke nutzen, sich über politische Themen informieren und diese bewerten und kommentieren. Diese Freiheit darf nicht im Namen einer subjektiven Sicherheit geopfert werden. Daher lehnt der BDKJ Bayern die Erweiterungen der Aufgaben und Rechte der Polizei durch den neuen Gesetzesentwurf ab.

 

„Für den BDKJ Bayern steht in einer freien Gesellschaft das Individuum im Mittelpunkt, mit einem christlichen Menschenbild des Vertrauens, der Zuwendung und des Miteinanders“ macht Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender, deutlich.

 

Um als Gesellschaft funktionieren zu können, muss sichergestellt sein, dass es auch eine vertrauliche Kommunikation gibt und die Privatsphäre geschützt wird – egal ob on- oder offline. Auf diesen Aspekt ist gerade während der Orientierungsphase junger Menschen besonderen Wert zu legen. Diese Vertraulichkeit ist jedoch in großer Gefahr, wenn bereits ein Verdacht ausreicht um diesen Schutz aufheben zu dürfen. Daher fordert der BDKJ Bayern die politisch Verantwortlichen auf von diesem Gesetzesentwurf abzusehen. 

 

„Durch diesen Entwurf wird Schritt für Schritt ein Gesellschaftsbild etabliert, welches auf Angst und Misstrauen beruht, welches dem sozialem Miteinander nach und nach das Vertrauen entzieht. Wie wir in unserer täglichen Arbeit mit jungen Menschen erfahren dürfen, entspricht dies nicht ihren Vorstellungen von Gesellschaft“ schließt Daniel Köberle. 

 

Der BDKJ Bayern wird sich am 10. Mai bei der Großdemonstration in München beteiligen.

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