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Wir sind das Problem und die Lösung

Studienteil des BDKJ-Landesausschuss zu einer Gemeinwesenorientierten Steuerpolitik

Nürnberg 27.10.2018 Die Probleme der Welt sind mannigfaltig, fast alle Krisen lassen sich auf drei Bereiche begründen: „Finanzialisierung“, Digitalisierung und Ressourcenübernutzung. Mit diesem Gedanken führt Dr. Jörg Alt SJ in seinen Fachvortrag zur Gemeinwesenorientierten Steuerpolitik im Studienteil des Landesausschusses des BDKJ Bayern ein. „Wir selbst sind zu 90% Grund, aber auch die Lösung für alle Probleme auf unserer Welt“, resümiert Dr. Jörg Alt SJ in seinem Vortrag. Es bleibt aber nicht dabei die Probleme zu benennen und Krisen auszumachen, sondern an der Lösung zu arbeiten. Die Katholische Kirche hat ein wunderbares Leitbild um den aktuellen Entwicklungen entgegenzutreten – die Katholische Soziallehre.

„Wir als BDKJ Bayern treten mit unserer Kampagne #jetztistdiezeit für die Generationengerechtigkeit ein. Im Vortrag wurde verdeutlicht, dass die Verteilung von Vermögen und sich draus bedingender Chancen dringend einer Regulierung bedarf. Deshalb beziehen wir in unserem Beschluss Unsere Zukunft beginnt jetzt klar Position für Investitionen in die junge Generation und die Schaffung nachhaltiger wirtschaftlicher Strukturen“, betont Jens Hausdörfer, Geistlicher Verbandsleiter des BDKJ Bayern.

Die Delegierten des BDKJ-Landesausschusses diskutieren dabei über dieses komplexe Thema sehr intensiv, beleuchten lokale wie globale Fragestellungen um die eigene Haltung weiter zu entwickeln.

„Wir müssen uns klar werden was wirklich wichtig ist und dass Freundschaft, Gesundheit und so weiter nicht bezahlbar sind. Dann verschiebt sich die Bedeutung des Kapitalismus von selbst in das zweite Glied“, stellt Dr. Jörg Alt SJ fest.

„Der Neoliberalismus ist für uns alle zu einer unumstößlichen und unhinterfragten Lebensweise geworden. Wir stehen aber vor der Entscheidung, in welcher Welt wir leben wollen – weiter so wie bisher oder die Katholische Soziallehre als Grundlage. So leicht die Lösung erscheint, so schwer ist der Weg. Aber gerade die Katholische Kirche hätte das Potenzial eine Strukturänderung zu erzeugen“, schließt Jens Hausdörfer.

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