Unser Pressearchiv

2019

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Prävention sexualisierter Gewalt: Verantwortliche der Katholischen Jugendarbeit fordern Unterstützung der Freisinger Bischofskonferenz

Im Jahr 2011 hatte die Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern für ein Jahr befristet eine Fachstelle für Prävention sexualisierter Gewalt. 2012 stellte die Freisinger Bischofskonferenz keine Mittel mehr zur Finanzierung dieser Stelle zur Verfügung. Seit der Streichung des Referates kann der Präventionsarbeit nur noch stark eingeschränkt nachgegangen werden. Daher beantragen die Delegierten der Konferenz für Katholische Jugendarbeit in Bayern die Bereitstellung eines Stundenkontingents von 25 % einer Vollzeitstelle für die Arbeit auf Landesebene. „Dies ist dringend notwendig, um den Auftrag der Prävention sexualisierter Gewalt bedarfsgerecht und flächendeckend auf Landesebene nachkommen zu können,“ so Jens Hausdörfer, Vorsitzender der Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern.

Die Verantwortlichen der katholischen Jugendarbeit in Bayern sehen es als Aufgabe, für dieses Thema zu sensibilisieren und als Landesstelle professionelle Ansprechpartnerin zu sein. Zum Beispiel werden in den Freiwilligendiensten FSJ und FÖJ jedes Jahr rund 300 junge Menschen begleitet. Die Prävention vor sexualisierter Gewalt ist auch hier Thema. Darüber hinaus haben auch die Diözesan- und Mitgliedsverbände Bedarf bei Fragen zu sexualisierter Gewalt. Da die Landesstelle im Auftrag der Freisinger Bischofskonferenz arbeitet, ist es die Aufgabe der Bischöfe, die finanziellen Mittel und Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

„Die Landesstelle arbeitet mit und für Jugendliche, somit darf das Thema nicht aus den Augen verloren werden. Durch die öffentlich bekannt gewordenen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche und dem damit verbundenen Vertrauensverlust wäre die Schaffung einer 25%-Stelle ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Jens Hausdörfer weiter.

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BDKJ Bayern tritt weiterhin für die Wahlalterabsenkung ein!

Nach der zweiten Lesung der Anträge zur Wahlalterabsenkung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und FDP, die am Mittwoch im Bayerischen Landtag diskutiert wurden, sind die Gesetzesinitiativen für die Absenkung des Wahlalters und mehr politische Teilhabe von jungen Menschen von der Mehrheit der Abgeordneten abgelehnt worden. Der BDKJ Bayern fordert nun CSU und Freie Wähler auf, eigene Konzepte für die Teilnahme an Kommunalwahlen ab 16 Jahren zu erarbeiten.

„Das schnelle Vorgehen des bayerischen Landtags sendet kein positives Signal an Jugend, die sich mehr Entscheidungsrechte wünscht“, erklärt Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender.

Bereits in 11 von 16 Bundesländern ist es jungen Menschen gestattet ab 16 Jahren bei den jeweiligen Kommunalwahlen das aktive Wahlrecht auszuüben.

„Bayern ist ein modernes Bundesland. Daher wird es Zeit, dass Bayern in der Frage des Kommunalwahlrechts für 16jährige auf der Höhe der Zeit ist: Gerade der politische Nahbereich der eigenen Kommune – sowohl im ländlichen Raum, als auch in Großstädten - sollte von jungen Menschen mitgestaltet werden können. So sind die Fragen nach der Gestaltung von öffentlichen Plätzen, kulturellen Angeboten oder dem öffentlichen Personennahverkehr für junge Menschen besonders interessant. Deswegen wird es Zeit, sie an diesen Fragestellungen durch die Teilnahme an den Kommunalwahlen zu beteiligen“ so Daniel Köberle weiter.

Der BDKJ Bayern setzt sich seit vielen Jahren für die aktive Beteiligung junger Menschen ein. Ein wesentliches Mittel für eine generationengerechte Gestaltung von gesellschaftlichen und politischen Prozessen sieht der Dachverband der katholischen Jugendverbände in der Mitbestimmung bei Wahlen und einer dementsprechenden Absenkung des Wahlalters. Es darf nicht sein, dass nur für und über junge Menschen entschieden wird. Stattdessen muss mit ihnen entschieden werden. Damit würden im politischen Betrieb bei Fragen nach Sinn und Nachhaltigkeit automatisch die kommende Generation berücksichtigt werden.

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BDKJ-Landesversammlung beschäftigt sich intensiv mit den Themen Klima und Bildungspolitik

Die Landesversammlung des BDKJ Bayern, das höchste beschlussfähige Gremium, hat am Wochenende in den Bildungshäusern Vierzehnheiligen über Themen der Jugendarbeit wie Bildung, Klima oder Glaube diskutiert. Des Weiteren standen Landesvorstandswahlen auf der Tagesordnung.

Der Klimawandel ist ein generations- und regierungsübergreifendes Problem. Die heutige Generation von jungen Menschen gehört zur Letzten, die den Wandel noch stoppen kann, und zur Ersten, die die Auswirkungen klar zu spüren bekommt. Extremwetterphänomene zeigen bereits heute in Deutschland die negativen Auswirkungen für Umwelt und Natur.

Für den BDKJ Bayern ist es selbstverständlich am Schöpfungswerk Gottes mitzuwirken und diese für kommende Generationen zu bewahren. „Wir als BDKJ Bayern treten dafür ein, dass niemand länger auf Kosten der Jugend und nachfolgenden Generationen leben darf. Daher braucht es die vollumfängliche und bedingungslose Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommen von 2015“, fordert Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender.

Wirksame Klimaschutzmaßnahmen und eine starke Ordnungspolitik sind dabei nötig. Bei diesem Prozess dürfen weder Kosten noch Mühen gescheut werden, denn die alternativen Kosten durch die Umweltschäden und ihrer Folgewirkungen sind um ein Vielfaches höher.

„Wir müssen schnellstmöglich eine klimaneutrale Gesellschaft werden. Dafür bedarf es einer radikalen Veränderung unseres Wirtschaftssystems nach ökologischen und sozialen Kriterien“, betont Daniel Köberle.

Ein weiterer Schwerpunkt der BDKJ-Landesversammlung war das Thema Bildungspolitik. Jugendarbeit findet in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen statt und stellt Orte für selbstbestimmtes Lernen dar. Dabei ist nicht das Angebot oder Programm entscheidend, sondern die Offenheit und Motivation für den Bildungsprozess. Diese haben zum Ziel, dass sich junge Menschen zu stabilen Persönlichkeiten entwickeln und sich flexibel auf neue Lebensumstände einlassen können.

„Das in der Bayerischen Verfassung Artikel 131(3) formulierte Ziel, Jugendliche im Geist der Demokratie zu erziehen, wird in den Mitgliedsverbänden des BDKJ Bayern gelebt. Unsere Erfahrung zeigt, dass junge Menschen, die an Angeboten der Jugendarbeit partizipiert haben, sich auch im Erwachsenenalter eher engagieren,“ verdeutlicht Eva Jelen, BDKJ-Landesvorsitzende.

Der BDKJ Bayern fordert die Anerkennung der Jugendarbeit als Ort des Lernens und der Bildung durch die politischen Verantwortlichen, in dem sie die Jugendarbeit ausreichend finanziell unterstützen. Des Weiteren muss die Zusammenarbeit von Schule und Jugendarbeit auf Augenhöhe stattfinden und die außerschulischen Bildungsträger gleichwertig in die schulische Struktur eingebunden werden.

Die Delegierten der Landesversammlung haben Daniel Köberle erneut als BDKJ-Landesvorsitzenden gewählt und tritt nun seine zweite Amtszeit an.

„Zusammen mit und stellvertretend für junge Menschen müssen wir uns dort Gehör verschaffen, wo die Themen der jungen Generation vergessen oder nicht ernstgenommen werden. Das gilt nicht nur für unsere Interessenvertretung in der Politik, sondern auch in unserer Kirche. Unsere Aufgabe muss es sein weiterhin die kirchen- und jugendpolitischen Debatten lautstark und strategisch zu begleiten“ zeigt Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender, seine Richtung auf.

Der erweiterte Landesvorstand wird in Zukunft von Michael Kral, Landesvorsitzender KjG LAG Bayern, unterstützt.

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Die BDKJ-Landes-versammlung, das höchste beschlussfähige Gremium der katholischen Jugendverbandsarbeit in Bayern, hat heute mit großer Mehrheit Daniel Köberle erneut zum Landesvorsitzenden gewählt. Der gebürtige Allgäuer geht damit in seine zweite Amtszeit.

„Zusammen mit und stellvertretend für junge Menschen müssen wir uns dort Gehör verschaffen, wo die Themen der jungen Generation vergessen oder nicht ernstgenommen werden. Das gilt nicht nur für unsere Interessenvertretung in der Politik, sondern auch in unserer Kirche. Unsere Aufgabe muss es sein weiterhin die kirchen- und jugendpolitischen Debatten lautstark und strategisch zu begleiten“ zeigt Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender, seine Richtung auf.

„Die Freiwilligendienste sind Lern- und Orientierungsjahr, welches wir als BDKJ Bayern jungen Menschen ohne Verzweckung anbieten. Deshalb ist es mir so wichtig auch hier aktiv zu sein um langfristige tragfähige Konzepte auf den Weg zu bringen“ hebt Daniel Köberle einen weiteren Punkt seiner Arbeit hervor.

„Wir gratulieren Daniel herzlich zu seiner Wiederwahl und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit. Vieles, was wir in der letzten Amtszeit bereits in Angriff genommen haben, können wir nun gemeinsam fortführen und so hoffentlich einiges zum Guten bewegen“ freut sich Eva Jelen, BDKJ-Landesvorsitzende.

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Konferenz für Katholische Jugendarbeit in Bayern beschäftigt sich mit Zukunft der Jugendpastoral im Kontext der Jugendsynode

Die Konferenz für Katholische Jugendarbeit in Bayern kam in den Bildungshäusern Vierzehnheiligen zusammen, um im Schwerpunkt die Jugendpastoral nach der Jugendsynode und dem apostolischen Schreiben „Christus Vivit“ zu erörtern. Ein wesentlicher Impuls zur Weiterentwicklung von Jugendpastoral ist das von Papst Franziskus eingebrachte Ineinander und Miteinander von Jugend- und Berufungspastoral. Diese Grundhaltung auf allen Ebenen der Jugendpastoral zu implementieren, stellt eine große Herausforderung dar, auch wenn dabei auf bewährte Praktiken und Erfahrungswerte zurückgegriffen werden kann.

Die Landeskonferenz hat in einem Beschluss zehn Empfehlungen für die Jugendpastoral in Bayern festgehalten:

1. Verknüpfung von Jugendpastoral und Berufungspastoral

2. Beteiligung junger Menschen in Kirche

3. Angebote für alle jungen Menschen – inner- und außerhalb von Kirche

4. Ein stärkeres Ineinander und Miteinander der verschiedenen Arbeitsfelder der Jugendpastoral in gegenseitiger Wertschätzung

5. Gleichberechtigte Rolle von Frauen in der Kirche

6. Implementierung der gesellschaftlichen Dimension aller Bereiche der Jugendpastoral

7. Gestaltung einer realitätsnahen und lebbaren Sexualpädagogik

8. Förderung von Freiwilligenengagement und Freiwilligendienste

9. Begleitung und Befähigung von ehrenamtlichen, sowie hauptamtlichen und hauptberuflichen Aktiven

10. Befähigung zu einer religiösen und religionssensiblen Sprache

Die Konferenz setze sich dabei im Besonderen mit der Historie von Begrifflichkeiten wie Berufung, Missionierung usw. auseinander, um sie in eine zeitgemäße Form in die Jugendpastoral überführen zu können.

„Die Herausforderung besteht darin, die heute gängige Praxis der kirchlichen Jugendverbandsarbeit als das zu beschreiben, was sie schon immer war - als missionarische und evangelisierende Berufungspastoral in einer synodalen Kirche“ zeigt Jens Hausdörfer, Vorsitzender der Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern, klar die Richtung auf.

„Papst Franziskus ruft uns auf, mutig zu experimentieren, auch auf die Gefahr hin, dass manche Wege sich als Irrwege erweisen, dass manche Ideen nicht zielführend sein werden. Er vertraut jungen Menschen, im Sinne der Botschaft Jesu zu handeln und Kirche weiterzuentwickeln. Das ist für uns klarer Auftrag die dafür nötigen Bedingungen zu schaffen“ schließt Jens Hausdörfer.

Die aktuelle Beschlusslage ist in Gänze unter

www.bdkj-bayern.de/bdkj/beschluesse/ zu finden.

Es ist Zeit für Kommunalwahl ab 16 Jahre

BDKJ Bayern begrüßt Initiativen zur Wahlalterabsenkung

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Bayern begrüßt die Anträge zur Wahlalterabsenkung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und FDP, die am Mittwoch im Bayerischen Landtag diskutiert werden. Alle drei Anträge fordern u.a., die Altersgrenze für die Teilnahme an Kommunalwahlen in Bayern auf 16 Jahre herabzusenken. Der BDKJ Bayern unterstützt diese Haltung und fordert die Regierungskoalition von CSU und Freie Wähler auf, eigene Konzepte für die Teilnahme an Kommunalwahlen ab 16 Jahren zu erarbeiten.

Bereits in 11 von 16 Bundesländern ist es jungen Menschen gestattet, ab 16 Jahren bei den jeweiligen Kommunalwahlen das aktive Wahlrecht auszuüben. „Bayern ist ein modernes Bundesland. Daher wird es Zeit, dass Bayern in der Frage des Kommunalwahlrechts für 16jährige auf der Höhe der Zeit ist: Gerade der politische Nahbereich der eigenen Kommune – sowohl im ländlichen Raum, als auch in Großstädten - sollte von jungen Menschen mitgestaltet werden dürfen. So sind die Fragen nach der Gestaltung von öffentlichen Plätzen, kulturellen Angeboten oder dem öffentlichen Personennahverkehr für junge Menschen besonders interessant. Deswegen wird es Zeit, sie an diesen Fragestellungen durch die Teilnahme an den Kommunalwahlen zu beteiligen“ so Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender.

Der BDKJ Bayern setzt sich seit vielen Jahren für die aktive Beteiligung junger Menschen ein. Ein wesentliches Mittel für eine generationengerechte Gestaltung von gesellschaftlichen und politischen Prozessen sieht der Dachverband der katholischen Jugendverbände in der Mitbestimmung bei Wahlen und einer dementsprechenden Absenkung des Wahlalters. Es darf nicht sein, dass nur für und über junge Menschen entschieden wird. Stattdessen muss mit ihnen entschieden werden. Damit würden im politischen Betrieb bei Fragen nach Sinn und Nachhaltigkeit automatisch die kommende Generation berücksichtigt werden.

„Die Jugend wünscht sich mehr Entscheidungsrechte. Sie weiterhin von dieser direktesten Form politischer Partizipation auszuschließen, dürfen wir uns als Gesellschaft nicht erlauben“, schließt Daniel Köberle.

#jetztistdiezeit zum HANDELN – BDKJ Bayern fordert Konsequenzen aus der MHG-Studie

Sehr geehrter Herr Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz,

Sehr geehrte bayerische Mitglieder der Freisinger Bischofskonferenz,

die Ergebnisse der MHG-Studie im Herbst 2018 haben uns in den katholischen Jugendverbänden in Bayern sehr erschüttert. Der jahrzehntelange Missbrauch junger Menschen durch Amtsträger unserer Kirche, das systematische Wegschauen und Vertuschen sowie die Weigerung, sich mit den zugrundeliegenden Themen, wie Machtmissbrauch und dem Umgang mit Sexualität auseinanderzusetzen, konterkarieren in unseren Augen die Botschaft unseres Glaubens.

Als junge Christ*innen, die wir in den katholischen Jugendverbänden Kirche ganz konkret leben und die wir uns engagiert mit der Botschaft des christlichen Glaubens beschäftigen, leiden auch wir massiv unter dem Vertrauensverlust, den katholische Kirche aufgrund des Missbrauchsskandals erfährt und der sich u.a. in den gestiegenen Austrittszahlen niederschlägt. In unserer Arbeit müssen wir uns vermehrt für unsere Zugehörigkeit zur katholischen Kirche rechtfertigen. Wir erleben bisher engagierte Mitglieder, die sich bestürzt von der Institution Kirche abwenden.

Seit der Veröffentlichung der MHG-Studie ist in Bezug auf die dem jahrzehntelangen Missbrauch zugrundeliegenden Themen viel geredet, jedoch wenig Konkretes auf den Weg gebracht worden, obwohl die Studie, wie auch die theologische und sozialwissenschaftliche Forschung die Zusammenhänge zwischen der Missbrauchsthematik und dem Themenkomplex Macht – Zölibat – Sexualmoral ganz klar aufzeigen.

Auf der letzten Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz wurde Ihnen im Studienteil von ausgewiesenen Fachleuten nochmals verdeutlicht, dass unabhängig von der Missbrauchsdebatte die Themen nicht neu sind: „Aber neu ist, dass ihr destruktiver Zusammenhang nicht mehr zu leugnen ist. Dass sie nicht mehr als Lieblingsthemen der katholischen Linken abgetan werden können. Dass sie nicht mehr tabuisiert werden können. Neu ist die Erkenntnis, dass diese Themen im Verbund besprochen werden müssen. Dass eine ernsthafte kirchliche Selbstkorrektur nötig ist. Dass eine substanzielle Entwicklung nötig ist.“ (so Prof. Dr. Julia Knop in ihrem Statement).

Der Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz, gemeinsam einen „synodalen Weg“ zu gehen, erfüllt uns mit Sorge und Hoffnung zugleich: Der im Jahr 2010 von Ihnen initiierte Dialogprozess war für viele Verantwortliche in den Jugendverbänden eine große Enttäuschung und hat unserer Meinung nach keine substantiellen Entwicklungen gebracht, v.a. weil die oben genannten Themen nicht entschieden genug bearbeitet und die Impulse und Anregungen aus dem Dialogprozess nur unzureichend in verbindliche Beschlüsse umgesetzt wurden.

Ein synodaler Weg ist in unseren Augen daher nur dann sinnvoll, wenn Bischöfe und Lai*innen sich gemeinsam und auf Augenhöhe den großen Herausforderungen annehmen sowie gemeinsam und gleichberechtigt verbindliche Entscheidungen herbeiführen, die dann auch in allen deutschen (Erz-)Diözesen umgesetzt werden.

Wir sind der Überzeugung, jetzt ist die Zeit zum HANDELN:

#jetztistdiezeit, alle Formen von Klerikalismus, Überhöhung des Weiheamtes und Missbrauch von Macht in kirchlichen Hierarchien zu beenden und neue partnerschaftliche und transparente Leitungsmodelle zu entwickeln.

#jetztistdiezeit, den Zugang zu kirchlichen Ämtern für Männer und Frauen neu zu denken.

#jetztistdiezeit, die Dämonisierung und Tabuisierung von (Homo)Sexualität zu beenden, sich der (Lebens-)Wirklichkeit der Menschen zu stellen und aus unserer christlichen Tradition heraus ein realitätsnahes Bild von Sexualität zu entwerfen.

Wir fühlen uns in unserem Nachdenken und Handeln von den Worten unseres Papstes unterstützt und bestärkt, der im nachsynodalen apostolischen Schreiben „Christus vivit“ schreibt: „Daher darf die Kirche nicht zu sehr auf sich selbst bezogen sein, sondern muss vor allem Jesus Christus widerspiegeln. Folglich muss sie demütig zugeben, dass sich einige Dinge ändern müssen“ und uns jungen Menschen zuruft: „Die Kirche bedarf eures Schwungs, eurer Intuitionen, eures Glaubens.“

Mit den Worten unseres Papstes fordern wir Sie auf: „Lasst von euch hören! Werft die Ängste, die euch lähmen, über Bord!“

 

Mit österlichen Grüßen

der BDKJ-Landesvorstand

Jens Hausdörfer (Geistlicher Leiter BDKJ-Bayern)

Eva Jelen (BDKJ-Landesvorsitzende)

Daniel Köberle (BDKJ-Landesvorsitzender)

Maria Stöckl (Mitglied des BDKJ-Landesvorstands)

Katharina Libon (Mitglied des BDKJ-Landesvorstands)

Eva Schubert (Mitglied des BDKJ-Landesvorstands)

 Wahlalter kann man nicht kaufen!

 Kein Zusammenhang zwischen Geschäftsfähigkeit und Wahlrecht

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Bayern beobachtet die gegenwärtige Diskussion um das aktive Wahlrecht ab 16 Jahre auf Kommunalebene aufmerksam. Er begrüßt diese Debatte, stellt aber auch fest, dass der argumentative Zusammenhang zwischen Wahlalter und Geschäftsfähigkeit nicht nachvollziehbar ist: Der Wert eines Menschen für die Demokratie darf nicht an seiner Geschäftsfähigkeit gemessen werden. Wer keine Kaufverträge abschließen darf, sollte trotzdem wählen können. Durch die Wahl entsteht schließlich kein Vermögensnachteil.

„Gerade die Schwächsten müssen ein Wahlrecht haben. Es geht um die Teilhabe an unserer Demokratie und die Frage ob und wie man junge Menschen ernst nimmt. Sie müssen an den Angelegenheiten, die sie unmittelbar betreffen – vor Ort in den Kommunen – beteiligt werden, und als eigenständige politische Subjekte ernst genommen werden. Es ist schwer zu erklären warum die Geschäftsfähigkeit einen Zusammenhang zum Wahlrecht haben soll. Für uns ist dieser nicht ersichtlich“ so Daniel Köberle, BDKJ- Landesvorsitzender.

Der BDKJ Bayern setzt sich seit vielen Jahren für die aktive Beteiligung junger Menschen ein. Als wesentliches Mittel für eine generationengerechte Gestaltung von gesellschaftlichen und politischen Prozessen sieht er die Mitbestimmung bei Wahlen und dementsprechend eine Absenkung des Wahlalters. Es darf nicht sein, dass nur für und über junge Menschen entschieden wird. Stattdessen muss mit ihnen entschieden werden. Damit würden im politischen Betrieb bei Fragen nach Sinn und Nachhaltigkeit automatisch die kommende Generation berücksichtigt werden.

„Die Jugend wünscht sich mehr Entscheidungsrechte. Sie weiterhin von dieser direktesten Form politischer Partizipation auszuschließen, dürfen wir uns als Gesellschaft nicht erlauben“, schließt Daniel Köberle.

Familienministerin Kerstin Schreyer übernimmt die bayerische Schirmherrschaft der 72-Stunden-Aktion.

Der BDKJ Bayern freut sich sehr, dass Kerstin Schreyer, MdL, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales in Bayern, die Schirmherrschaft der diesjährigen 72-Stunden-Aktion im Freistaat übernehmen wird. Vom 23. bis 26. Mai machen tausende junge Menschen in 72 Stunden die Welt ein Stück besser.

Familienministerin Kerstin Schreyer betont: „Ich finde es großartig, dass sich junge Menschen im Rahmen der 72-Stunden-Aktion für andere engagieren und einsetzen, sei es im Seniorenzentrum oder beim Straßenfest. Besonders gefällt mir der doppelte Ansatz: Zum einen bringen die jungen Menschen sich und ihre Ideen aktiv und konkret vor Ort im einen Sozialraum ein. Zum anderen profitieren unsere Gesellschaft und ihre Menschen von diesem außergewöhnlichen Einsatz. Wenn mit der Aktion in dem einen oder anderen Fall auch noch der Grundstein für längerfristiges freiwilliges Engagement gelegt wird, wurde in 72 Stunden unendlich viel für ein solidarisches und soziales Bayern erreicht.“

„Kirchliche Jugendverbandsarbeit zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie sich für ein besseres und gerechteres Zusammenleben der Gesellschaft stark macht. Dabei ist die 72-Stunden-Aktion eine sehr gute Gelegenheit zu zeigen, was ehrenamtliches Engagement alles auf die Beine stellt. Bei der BDKJ-Sozialaktion macht Kirche Spaß und schafft etwas Gutes für die ganze Gesellschaft. Glauben und Handeln – das gehört für uns einfach zusammen,“ so Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender.

Die Bandbreite der Jugend-Sozialaktion in Deutschland erstreckt sich über gemeinnützige, soziale, ökologische, interkulturelle bis zu gesellschaftspolitischen Aktionen. Die Überzeugung, dass ein Handeln aus dem christlichen Verständnis die Welt besser machen kann, ist der Motor für die Aktion.

BDKJ Bayern lädt zum achten Parlamentarischen Jahresauftakt der katholischen Jugend in Bayern ins Maximilianeum ein

Rund 90 Teilnehmer*innen aus Politik und katholischen Jugendverbänden sind der Einladung des BDKJ Bayern zum Parlamentarischen Jahresauftakt 2019 ins Maximilianeum gefolgt. Der thematische Schwerpunkt ist das ehrenamtliche Engagement junger Menschen. Die mittlerweile traditionelle Veranstaltung bietet eine gute Gelegenheit des gegenseitigen Kennlernens zwischen Parlamentarier*innen und Vertreter*innen der katholischen Jugendverbände in der neuen Legislaturperiode.

Zum Auftakt begrüßt Landtagspräsidenten Ilse Aigner MdL die Anwesenden mit einem klaren Statement: „Ehrenamtliche sind das Gewissen unserer Zeit. Ohne sie wäre nicht nur unser Land ärmer - ohne sie wäre auch unsere Demokratie ärmer.“

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und wieder gibt es unzählige Angebote der katholischen Jugend(verbands)arbeit. Damit diese Angebote überhaupt so mannigfaltig stattfinden können investieren mehr als 81.000 Ehrenamtliche jedes Jahr ihre Freizeit, wie der aktuellen Leistungsstatistik zu entnehmen ist. Daher fordert der BDKJ Bayern seit vielen Jahren, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es jungen Menschen ermöglichen, egal ob in der Schule, an der Universität oder im Berufsleben, sich ehrenamtlich zu engagieren.

„Ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen – auch in den Jugendverbänden – ist von besonderem Wert für unsere Gesellschaft und Demokratie. Ständig übernehmen Ehrenamtliche Verantwortung für sich und andere: sei es bei der Organisation eines Zeltlagers, bei der Durchführung der 72-Stunden Aktion oder ihr Engagement als Sternsinger. Die vielen jungen Ehrenamtlichen sind verantwortungsvolle Bürger*innen. Unsere Demokratie braucht diese jungen Engagierten“ weiß Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender, aus eigener Erfahrung zu berichten.

Die Jugendverbandsvertreter*innen zeigen in den persönlichen Gesprächen mit den Politiker*innen warum es so wichtig ist, sich für mehr Zeit und Freiräume für ehrenamtliches Engagement einzusetzen. Umgesetzt werden kann die Forderung zum Beispiel durch einen einheitlichen, freien Schulnachmittag, durch Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit als Praktika oder als Creditpoints im Studium.

Start in den Jubiläumsjahrgang 2019/20 des freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ)

Als der erste FÖJ-Jahrgang 1995 startete, handelte es sich um ein zartes Pflänzchen mit 50 Teilnehmenden. 25 Jahre später ist daraus ein ausgewachsenes, wohlentwickeltes Exemplar geworden und in der Landschaft der Freiwilligendienste in Bayern fest verwurzelt. Auch wenn sich seitdem vieles verändert hat in Gesellschaft und Politik, die Ziele des FÖJ sind sich treu geblieben. Einerseits ist der viel zitierte Beitrag für eine nachhaltige Zukunft notwendiger denn je angesichts der Erderhitzung. Das FÖJ ist damit Multiplikator für die Hoffnung, dass sich die Menschheit noch retten kann. Andererseits fügen die einzelnen Freiwilligen ihrer eigenen Biografie wichtige Teile hinzu. Teile, die sich berufliche und persönliche Orientierung nennen oder Entwicklung persönlicher Qualitäten.

Auch die Bundes- und Landespolitik möchte das Engagement junger Menschen weiterhin fördern und sorgt mit erheblichen finanziellen Mitteln für einen Ausbau in Bayern um 15 Plätze.

Für wen ist das FÖJ geeignet? Für alle, die nach der Schule nicht direkt in die weitere Ausbildung oder Studium starten wollen. Für alle, die mit ihren Händen praktisch arbeiten wollen und damit Ergebnisse ihrer Arbeit sehen. Für alle die den Kopf nicht ausschalten wollen, wenn es um die ökologisch nachhaltige Gestaltung der Zukunft geht. Für alle, die offen sind innerhalb Bayerns an anderen Orten Neues kennen zu lernen. Für alle die zwischen 16 und 26 Jahre alt sind.

Für das FÖJ 2019/20, das am 1. September beginnt, kann man sich ab sofort bewerben. Um die 235 Plätze gibt es in Bayern und damit in allen Regionen. Die Bewerbungsfrist für die erste Runde ist der 6.2.2019, für die zweite der 3.4.2019. Bis in den Juli wird es noch vereinzelt freie Plätze geben. Details zum Verfahren finden sich unter www.foej-bayern.de oder über die drei bayerischen FÖJ-Träger: Der Bund der katholischen Jugend (BDKJ), die evangelische Jugend in Bayern (EJB) und die Jugendorganisation des BUND Naturschutzes (JBN). Die drei Träger sind ausgezeichnet mit dem Qualitätssiegel Umweltbildung.

2018

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Studienteil des BDKJ-Landesausschuss zu einer Gemeinwesenorientierten Steuerpolitik

Die Probleme der Welt sind mannigfaltig, fast alle Krisen lassen sich auf drei Bereiche begründen: „Finanzialisierung“, Digitalisierung und Ressourcenübernutzung. Mit diesem Gedanken führt Dr. Jörg Alt SJ in seinen Fachvortrag zur Gemeinwesenorientierten Steuerpolitik im Studienteil des Landesausschusses des BDKJ Bayern ein. „Wir selbst sind zu 90% Grund, aber auch die Lösung für alle Probleme auf unserer Welt“, resümiert Dr. Jörg Alt SJ in seinem Vortrag. Es bleibt aber nicht dabei die Probleme zu benennen und Krisen auszumachen, sondern an der Lösung zu arbeiten. Die Katholische Kirche hat ein wunderbares Leitbild um den aktuellen Entwicklungen entgegenzutreten – die Katholische Soziallehre.

„Wir als BDKJ Bayern treten mit unserer Kampagne #jetztistdiezeit für die Generationengerechtigkeit ein. Im Vortrag wurde verdeutlicht, dass die Verteilung von Vermögen und sich draus bedingender Chancen dringend einer Regulierung bedarf. Deshalb beziehen wir in unserem Beschluss Unsere Zukunft beginnt jetzt klar Position für Investitionen in die junge Generation und die Schaffung nachhaltiger wirtschaftlicher Strukturen“, betont Jens Hausdörfer, Geistlicher Verbandsleiter des BDKJ Bayern.

Die Delegierten des BDKJ-Landesausschusses diskutieren dabei über dieses komplexe Thema sehr intensiv, beleuchten lokale wie globale Fragestellungen um die eigene Haltung weiter zu entwickeln.

„Wir müssen uns klar werden was wirklich wichtig ist und dass Freundschaft, Gesundheit und so weiter nicht bezahlbar sind. Dann verschiebt sich die Bedeutung des Kapitalismus von selbst in das zweite Glied“, stellt Dr. Jörg Alt SJ fest.

„Der Neoliberalismus ist für uns alle zu einer unumstößlichen und unhinterfragten Lebensweise geworden. Wir stehen aber vor der Entscheidung, in welcher Welt wir leben wollen – weiter so wie bisher oder die Katholische Soziallehre als Grundlage. So leicht die Lösung erscheint, so schwer ist der Weg. Aber gerade die Katholische Kirche hätte das Potenzial eine Strukturänderung zu erzeugen“, schließt Jens Hausdörfer.

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BDKJ Bayern stellt den kleinen Weltretter vor – ein Heft für Groß und Klein

Der BDKJ Bayern möchte mit seiner neuen Publikation „Der kleine Weltretter“ Kindern und Jugendlichen eine Hilfestellung an die Hand geben, um mit einfachen Mitteln und hilfreichen Ideen jeden Tag etwas Gutes für unsere Welt zu tun.

Die Idee zum „Kleinen Weltretter“ kam den Verantwortlichen des BDKJ Bayern nach der Lektüre von „Laudato Si. Aus gutem Grund, denn die Welt ist laut der Sozialenzyklika von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 aus den Fugen geraten: die reichen Länder der Nordhalbkugel leben weit über ihre Verhältnisse, auf Kosten der Menschen in ärmeren Ländern.

„Im „Kleinen Weltretter“ haben wir einige Anregungen zusammengestellt, die es leichter machen sollen, im Alltag den ersten Schritt zu gehen und

das Angesicht der Welt mit vielen kleinen Dingen zu verändern“ erklärt Jens Hausdörfer, Geistlicher Verbandsleiter BDKJ Bayern. „Wir wollen damit gerade Kinder und Jugendliche ansprechen, denn mit dem Heft können alle einen Teil dazu beitragen und anderen vorleben, wie einfach es sein kann.“

Dabei wird nicht der moralische Zeigefinger erhoben, sondern mit lustigen Ideen und witzigen Vorschlägen angeregt, selbst etwas zu tun. Das reicht vom do-it-yourself-Sofa, über Knopf annähen bis hin zum Merkaufkleber, um Strom zu sparen.

„Wir haben den Eindruck gewonnen, dass unser Konsumverhalten und Wirtschaften den Blick für die ganze Welt verloren hat. Wir müssen uns wieder der begrenzten Ressourcen bewusst werden und mehr aufeinander achten“ fasst Jens Hausdörfer die Intention des Heftes zusammen.

Der Kleine Weltretter kann gegen eine Schutzgebühr von 1,00 Euro bestellt werden. Alle weiteren Informationen unter weltretter.bdkj-bayern.de.

Kontakt: Daniela Früchtl, landesstelle@bdkj-bayern.de

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Der BDKJ Bayern hat Gestaltungswillen in und für Europa und will sich stärker mit europäischer Politik beschäftigen. Dies umso mehr, weil sie auch auf die Jugendarbeit in Bayern Einfluss ausübt.

„Europa und die europäische Politik haben für uns eine wesentliche Bedeutung. Die zukünftige Vernetzung und Einflussnahme der katholischen Jugendverbandsarbeit auf der europäischen Ebene gilt es deshalb zu fokussieren“ erklärt Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender.

Der BDKJ Bayern ist in vielen Bereichen bereits sehr aktiv, gerade bei Fragen der Partizipation junger Menschen, Perspektiven für junge Menschen auf der Flucht oder die Lebensgrundlagen kommender Generationen. Allerdings ist dies ohne den europäische Blickwinkel kaum vollumfänglich behandelbar.

„Die Welt und damit auch Europa wird immer kleiner, weshalb ein isolierter bayerischer Blick auf viele Fragestellungen in der Migration, Sozialpolitik oder Ökologie keinen Sinn macht. Deshalb treten wir als BDKJ Bayern für eine Vernetzung und Einflussnahme der katholischen Jugendverbandsarbeit auf die europäische Politik ein“ zeigt Daniel Köberle klar die Richtung an.

Mögliche Maßnahmen hierfür sind die Verzahnung regionaler, nationaler und europäischer Jugendpolitik oder auch die Überprüfung der eigenen Themen auf eine europäische Perspektive hin. Darüber hinaus soll der Kontakt zur Bayerischen Vertretung in Brüssel, der europäischen Bischofskonferenz (COMECE), insbesondere mit dem Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz, mit den bayerischen Mitgliedern des Europäischen Parlaments sowie mit dem Europabüro des BJR und dem Europabüro des BDKJ Bundesverbandes weiter intensiviert und ausgebaut werden.

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Der BDKJ Bayern eröffnet seine Kampagne #jetztistdiezeit

Im Rahmen eines jugendpolitischen Gesprächs mit prominenten Gästen aus Politik und konfessionellen Jugendverbänden werden die Forderungen des BDKJ Bayern und seiner Gliederungen angeregt diskutiert.

Der BDKJ Bayern setzt Generationengerechtigkeit auf die politische Agenda. Für junge Menschen sind viele Themen von entscheidender Bedeutung, wie die Zukunft des Sozialstaates, eine zukunftsfähige Bildung oder der Wandel der Arbeitsgemeinschaft. Gleichzeitig sind junge Menschen unter 18 Jahren weitgehend von der politischen und kirchlichen Mitbestimmung qua Wahl ausgeschlossen. „Für uns ist das Anlass, das Thema Generationengerechtigkeit in den Mittelpunkt unseres politischen Handles zu stellen, um zusammen mit jungen Menschen diese Herausforderungen der Zukunft anzugehen“ verdeutlicht Jens Hausdörfer, Geistlicher Verbandsleiter BDKJ Bayern.

Die prominenten Gäste, Weihbischof Florian Wörner, Joachim Unterländer (Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern), Herbert Wörlein (MdL, SPD), Eva Gottstein (MdL, Freie Wähler), Thomas Gehring (MdL, Bündnis90/Die Grünen), Dr. Fabian Mehring (Junge Freie Wähler), Florian Siekmann (Junge Grüne), Markus Täuber (Junge Union), Paula Tiggemann (Vorsitzende Evangelische Jugend in Bayern), Mustafa Yilmaz (DITIB Jugend Bayern), Ahmet Ortadeveci (DITIB Jugend Bayern), Caner Yenar (Bund der Alevitischen Jugend in Bayern) bekommen im Rahmen der Diskussionsrunde die #jetztistdiezeit-Box überreicht, um auch in Zukunft immer wieder an die bedeutenden Belange junger Menschen erinnert zu werden, mit der Hoffnung im guten Miteinander eine gute Zukunft für alle Menschen zu gestalten.

Es geht den Menschen in Bayern gut, die Demokratie funktioniert, der Rechtsstaat ist stabil, die Wirtschaft floriert. Daher beurteilen die meisten jungen Menschen ihre Zukunftsaussichten positiv.

„Aber bei allen guten Zahlen, bleiben die benannten Herausforderungen bestehen. Jetzt ist die Zeit sich gemeinsam mit jungen Menschen für deren Rechte einzusetzen. Deshalb machen wir Generationengerechtigkeit in Politik, Kirche und Gesellschaft zum Thema“, stellt Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender, klar.

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Die BDKJ-Landesversammlung, das höchste beschlussfähige Gremium des BDKJ Bayern, hat heute im Kloster Roggenburg Eva Jelen mit großer Mehrheit erneut zur BDKJ-Landesvorsitzenden gewählt. Die gebürtige Münchnerin und KjGlerin geht in ihre zweite Amtszeit.

„Neben meinen vielen administrativen Aufgaben, ist für mich jetzt die Zeit, Mitmenschlichkeit im gesellschaftlichen Leben zu zeigen. Hier möchte ich vor allem dazu beitragen, dass ein sachlicher und offener Diskurs mit Kompromissbereitschaft weiter die Politik bestimmt“ gibt Eva Jelen eine klare Linie ihrer kommenden Amtszeit vor.

Doch nicht nur dafür möchte sich die Sozialpädagogin B.A. und Bildungswissenschaftlerin M.A. einsetzen, sondern auch für die Bildung, den interreligiösen Dialog und die interkulturelle Öffnung, sowie für Europa.

„Junge Menschen sind in einem Europa des Friedens und der Freiheit aufgewachsen. Das soll auch für zukünftige Generationen möglich sein. Es lohnt sich“ zeigt Eva Jelen klar ihre Haltung.

„Die Wiederwahl von Eva ist ein deutliches Signal der Landesversammlung, dass sie an einer kontinuierlichen Leitung des BDKJ Bayern interessiert ist. Ich freue mich über dieses Zeichen“ schließt Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender.

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Die BDKJ-Landesversammlung, das höchste beschlussfähige Gremium des BDKJ Bayern, hat heute im Kloster Roggenburg Jens Hausdörfer mit großer Mehrheit erneut zum Geistlichen Verbandsleiter des BDKJ Bayern gewählt. Der gebürtige Franke und Theologe geht in seine zweite Amtszeit.

„Authentizität ist mir sehr wichtig. Wir sind als junge Christinnen und Christen nur dann authentisch und werden von Politik und Gesellschaft als glaubwürdig wahrgenommen, wenn wir unseren Glauben im Alltag und in den Verbänden selbstbewusst leben und feiern“ zeigt Jens Hausdörfer seine klare Position.

Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sieht Jens Hausdörfer in der Generationengerechtigkeit, der Schöpfungsverantwortung, dem interreligiösen Dialog und dem Jugendpastoral.

„Wir können sehr stolz auf die Vielfalt der jugendpastoralen und jugendverbandlichen Angebote in Bayern sein. Damit wir auch weiterhin viele junge Menschen erreichen, setze ich mich für die Rezeption der Ergebnisse der Jugendsynode in Bayern ein und werde den Dialog mit allen Trägern der Jugendpastoral intensivieren“ stellt Jens Hausdörfer seine Vorstellung deutlich vor.

„Ich begrüße es sehr, dass die Landesversammlung meinem Vorstandskollegen Jens das Vertrauen ausgesprochen hat und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“ schließt Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender.

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Konferenz für Katholische Jugendarbeit tagt in Kloster Roggenburg

Die Konferenz für Katholische Jugendarbeit in Bayern kommt dieses Jahr im Kloster Roggenburg, Bistum Augsburg, zusammen, um gemeinsam wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen. Neben der Befassung mit der im Herbst stattfindenden Jugendsynode in Rom steht vor allem die Nachhaltigkeit und die Ökologie bei den Delegierten aus ganz Bayern im Mittelpunkt.

Der diesjährige Studienteil steht ganz im Zeichen der Jugendsynode in diesem Herbst. Als Gast ist Thomas Andonie, BDKJ-Bundesvorsitzender, zugegen, der im Frühjahr bereits Teilnehmer der Vorsynode in Rom war. In angeregter Diskussion wird über die Forderungen und Hoffnungen an die Jugendsynode gesprochen, Erwartungshaltungen geklärt und eigene Ziele und Wünsche formuliert.

Auch inhaltliche Beschlüsse werden gefasst, die ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und der Bewahrung der Schöpfung stehen. Die Delegierten sind sich einig, dass mehr denn je die Kirche eine führende Position in der Nachhaltigkeitsdebatte einnehmen muss. Dabei geht die Konferenz in ihren Forderungen über die der Vereinten Nationen hinaus, ganz im Geiste der Enzyklika Laudato Si. „Es ist gut, wenn es ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit gibt, dieses darf aber nicht folgenlos bleiben. Wir brauchen ein konkretes Handeln“, stellt Jens Hausdörfer, Vorsitzender der Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern, klar. Dabei gilt, dass sich Nachhaltigkeit nicht in der Formulierung von Handlungszielen erschöpft, sondern es einer grundsätzlichen Haltung bedarf.

„Es gibt eine unübersichtliche Vielfalt an Lösungsansätzen, gerade in unseren Diözesen, die wenig verbindlich sind. Deshalb fordern wir ein einheitlich ausgearbeitetes theologisch-theoretisches Fundament, auf welchem die Praxis verbindlich aufbauen kann“, fordert Jens Hausdörfer.

Die konkreten Forderungen und Erwartungen der Konferenz für Katholische Jugendarbeit in Bayern wird in Kürze mit dem Beschluss veröffentlich werden.

OFFENER BRIEF DES BDKJ BAYERN UND DER EJB ALS PDF ZUM DOWNLOAD

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Söder,

sehr geehrte Damen und Herren Staatsministerinnen und Staatsminister,

sehr geehrte Damen und Herren Staatssekretärinnen und Staatssekretäre,

der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Bayern und die Evangelische Jugend Bayern ist empört über den Kabinettsbeschluss, ab dem 1. Juni im Eingangsbereich von Dienstgebäuden des Freistaates ein Kreuz aufzuhängen und damit das Kreuz zum sichtbarenBekenntnis zu den Grundwerten der Rechts-und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland zu machen. Als junge Christinnen und Christen sind wir persönlich schockiert und betroffen. Damit wird das Ursymbol des Christentums, das für das HeilsversprechenGottes an alle Menschen steht, instrumentalisiert und als Ausgrenzungssymbol missbraucht.

Für uns als Christinnen und Christen ist das Kreuz unmittelbar verknüpft mit den christlichen Werten und Überzeugungen von Nächstenliebe, Toleranz, Vielfalt und Achtung der Menschenwürde. Wenn Sie, Herr Dr. Söder als Bayerischer Ministerpräsident, das Kreuz als „grundlegendes Symbol bayerischer Identität und Lebensart“ bezeichnen, verstehen wir dies als theologische Entleerung und Missachtung religiöser Sinndeutung und Identität. Gegen Ihre politisch-nationale Vereinnahmung verwehren wir uns aufs Schärfste!

Wir erwarten daher von Ihnen, als Mitglieder der Bayerischen Staatsregierung, die Sie alle der Christlich Sozialen Union angehören, dass Sie Ihren Beschluss kritisch überprüfen und zurücknehmen! Wir erwarten von Ihnen und der Christlich Sozialen Union, dass sie sich in Zukunft tatkräftig für eine Politik einsetzen, die sich am christlichen Menschenbild orientiert und daher alle Menschen einschließt, unabhängigvon Herkunft und Religion.

Für den Bund der Deutschen Katholischen Jugend Bayern

Jens Hausdörfer, Geistlicher Verbandsleiter

Für die Evangelische Jugend Bayern

Paula Tiggemann, Vorsitzende

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BDKJ Bayern lehnt neues Polizeiaufgabengesetz ab

Freiheit ist gerade für junge Menschen von besonderem Wert. Sie dürfen sich nicht überwacht fühlen, wenn sie soziale Netzwerke nutzen, sich über politische Themen informieren und diese bewerten und kommentieren. Diese Freiheit darf nicht im Namen einer subjektiven Sicherheit geopfert werden. Daher lehnt der BDKJ Bayern die Erweiterungen der Aufgaben und Rechte der Polizei durch den neuen Gesetzesentwurf ab.

„Für den BDKJ Bayern steht in einer freien Gesellschaft das Individuum im Mittelpunkt, mit einem christlichen Menschenbild des Vertrauens, der Zuwendung und des Miteinanders“ macht Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender, deutlich.

Um als Gesellschaft funktionieren zu können, muss sichergestellt sein, dass es auch eine vertrauliche Kommunikation gibt und die Privatsphäre geschützt wird – egal ob on- oder offline. Auf diesen Aspekt ist gerade während der Orientierungsphase junger Menschen besonderen Wert zu legen. Diese Vertraulichkeit ist jedoch in großer Gefahr, wenn bereits ein Verdacht ausreicht um diesen Schutz aufheben zu dürfen. Daher fordert der BDKJ Bayern die politisch Verantwortlichen auf von diesem Gesetzesentwurf abzusehen.

„Durch diesen Entwurf wird Schritt für Schritt ein Gesellschaftsbild etabliert, welches auf Angst und Misstrauen beruht, welches dem sozialem Miteinander nach und nach das Vertrauen entzieht. Wie wir in unserer täglichen Arbeit mit jungen Menschen erfahren dürfen, entspricht dies nicht ihren Vorstellungen von Gesellschaft“ schließt Daniel Köberle.

Der BDKJ Bayern wird sich am 10. Mai bei der Großdemonstration in München beteiligen.

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BDKJ Bayern gratuliert und hat Wünsche an seine Amtszeit

Der BDKJ Bayern gratuliert Markus Söder zur Wahl zum Ministerpräsidenten von Bayern. „Wir hoffen, dass er in seiner Amtszeit auch die Belange der jungen und nachfolgenden Generationen berücksichtigen wird“ so Daniel Köberle, BDKJ-Landesvorsitzender.

Die Akzeptanz eines politischen Systems wird dadurch erhöht, dass aktive Teilhabe ermöglicht wird. Ebenfalls ist in einer lebendigen Demokratie, die auch junge Menschen motiviert, ein respektvoller Politik- und Sprachstil notwendig. „Wenn junge Menschen ernstgenommen werden, das zeigt auch die Erfahrung der Jugendarbeit, dann sind sie bereit Verantwortung zu übernehmen und Demokratie mitzugestalten. Das ist partizipative Politik, wie wir sie uns auch vom neuen Ministerpräsidenten wünschen“ schließt Daniel Köberle.

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Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen der katholischen Jugendpastoral in Bayern treffen sich zum Austausch mit Weihbischof Florian Wörner

Unter dem Motto „Quo Vadis“ kamen auf Einladung von Weihbischof Florian Wörner, Beauftragter der Freisinger Bischofskonferenz für Jugendfragen, zusammen mit der Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern und der Landesstelle der KLJB Bayerns, erstmalig Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen der Katholischen Jugendarbeit im FrauenWerk Stein zusammen. Im Mittelpunkt standen hierbei das gegenseitige Kennenlernen, gemeinsame Themen zu finden oder der Austausch über die Motivation und die Leidenschaft für die Jugendarbeit.

„Den Ausschlag für dieses Treffen gab die im Herbst stattfindende Jugendsynode. Wir möchten die gesamte Breite und Fülle der Jugendarbeit erfassen, dabei den Blick auf das Gemeinsame richten und eine Wertschätzung für diese reichhaltige Fülle zum Ausdruck bringen“ zeigt Jens Hausdörfer, Vorsitzender der Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern, die Grundidee auf. Wie die aktuelle Leistungsstatistik zeigt, wurden 2015 bayernweit über 624.000 junge Menschen mit den verschiedensten Angeboten der kirchlichen Jugendarbeit erreicht.

Neben dem Blick auf die aktuelle Situation der Jugendarbeit in Bayern, stand die Auseinandersetzung mit dem Vorbereitungsdokument der Jugendsynode im Mittelpunkt der Veranstaltung. Prof. Dr. Katharina Karl vom Jugendpastoral Institut Don Bosco in Benediktbeuern führte in das Schreiben ein, im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden die Bedeutung der Aussagen Papst Franziskus` für die konkrete Situation in ihren Handlungsfeldern.

Es war eine wertschätzende und bereichernde Veranstaltung, es gibt viele Wege in der Jugendarbeit in Bayern, die sich gegenseitig bereichern, dass darf in Zukunft stärker wieder ins Bewusstsein kommen – denn die gemeinsame Motivation ist Kirche für junge Menschen lebendig und mit deren Leben verknüpft erlebbar mache“ fasst Julia Mokry, Landjugendseelsorgerin, zusammen.

Auch Weihbischof Florian Wörner zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. „Ich bin dankbar, dass die Vorbereitung auf die Jugendsynode auch uns in Bayern den Anstoß gibt, zu überlegen, wohin die kirchliche Jugendarbeit geht. Es war ein sehr anregender und bereichernder Austausch. Er hat gezeigt, dass die unterschiedlichen Formen der kirchlichen Jugendarbeit in Bayern ein Reichtum sind.

Ich hoffe und wünsche mir, dass dieser Dialog fortgesetzt wird.“

Ansprechpartner KLJB Bayern und für Bilder:

Dr. Heiko Tammena

Landesstelle KLJB Bayern

Kriemhildenstr. 14

80639 München

h.tammena@kljb-bayern.de

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Seit Jahren keine bedarfsgerechte Förderung von Veranstaltungen und Projekten in der Jugendarbeit in Bayern – nicht mangels Geld, sondern mangels bedarfsgerechter Richtlinien

„Man stelle sich folgendes Szenario vor: Der Bayerische Landtag verabschiedet im Haushalt Gelder zur Förderung von Jugendarbeit, das Bayerische Staatsministerium für Finanzen weigert sich aber gleichzeitig seit Jahren vom Bayerischen Jugendring entworfene, mit dem Sozialministerium abgesprochene, bedarfsgerechte Richtlinien zur Förderung zu verabschieden, so dass die Kontingente teils komplett gar nicht, teils nicht voll abgerufen werden können“ fasst Eva Jelen, BDKJ-Landesvorsitzende, diesen einmaligen Vorgang zusammen.

So ist die Förderung im Bereich der Ausbildung ehrenamtlicher JugendleiterInnen (AEJ) und Jugendbildungsmaßnahmen (JBM) seit so vielen Jahren nicht mehr angepasst worden, dass inzwischen sogar die Jugendbildungsstätten in Bayern für Jugendverbände und ihre Veranstaltungen zu teuer sind.

Noch absurder ist die Situation für den Bereich der Fachprogramme des Bayerischen Jugendrings: Das Sozialministerium stellt Gelder für bestimmte inhaltliche Förderungen z.B. für Medienpädagogik zur Verfügung, solange es aber keine rechtskräftigen Richtlinien zur Förderung gibt, können die bereitgestellten Mittel nicht ausgegeben werden. Eine gelingende und gute Jugendarbeit ist aber auf diese Gelder angewiesen.

„Durch diese Situation überlegen erste Verbände bereits Maßnahmen nicht mehr anzubieten, weil die Förderung fehlt. Die KjG in der Erzdiözese München und Freising zum Beispiel weiß nicht, ob und wie sie zukünftig ihre GruppenleiterInnenkurse finanzieren soll. Bei Inhalten wie Soziale Interaktion oder Prävention sexueller Gewalt käme eine Absage einer deutlichen Qualitätsminderung der Jugendarbeit gleich“ resümiert Eva Jelen. Eine deutliche Steigerung der TeilnehmerInnenbeiträge würde die Ehrenamtlichen noch weiter belasten und sozial benachteiligte Jugendliche von den Angeboten quasi ausschließen.

Die JBM finden im politischen, sozialen, berufsbezogenen, ökologischen, kulturellen, religiösen und sportlichen Bereich, welche jungen Menschen (grundsätzlich nicht älter als 26) Hilfen zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit, ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse gibt und sie zur Wahrnehmung ihrer Rechte und Mitverantwortung in der Gesellschaft befähigen, statt. Die AEJ umfassen Bildungsmaßnahmen zur Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung von MitarbeiterInnen oder künftigen MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit (in der Regel mindestens 15 Jahre alt).

„Der BDKJ Bayern ist nicht bereit, diesen Mangel weiter so hinzunehmen, weitere Schritte werden geprüft“ zeigt sich Eva Jelen entschlossen.

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Aufruf zu den kirchlichen Wahlen 2018

In einer sich verändernden Kirche müssen sich auch die Institutionen Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung weiterentwickeln. Im Schatten der noch nachklingenden Bundestagswahl und der bevorstehenden Landtagswahl finden am 25. Februar 2018 in ganz Bayern die Pfarrgemeinderatswahlen (PGR-Wahlen) statt. Junge Menschen wollen echte Verantwortung. Das besondere dieser Wahlen ist, dass bereits 14-jährige ein aktives und 16-jährige ein passives Wahlrecht haben. Dies fordert der BDKJ Bayern auch für die Kirchenverwaltungswahlen im November 2018.

Um der Jugend eine ehrliche Partizipation zu ermöglichen, fordert der BDKJ Bayern unter anderem:

- Ernstnehmen und Einbeziehen junger Menschen mit ihren Meinungen und Erfahrungen, die sie auch in der Jugendverbandsarbeit gemacht haben.

- Zielgruppengerechte Angebote der Diözesanräte zur Fort- und Weiterbildung der ehrenamtlichen MandatsträgerInnen.

- Die Berücksichtigung von jungen Menschen bei der Zusammenstellung der Delegationen für höhere Ebenen (z.B. Diözesanrat oder Landeskomitee der Katholiken) und Sachausschüssen der kirchlichen Laiengremien.

Der BDKJ Bayern sieht sich in der Verantwortung, Kirche aktiv mitzugestalten. Er ruft daher seine Mitglieder auf, sich vor Ort zu engagieren und bei den kommenden PGR-Wahlen zur Wahl zu gehen.

Darüberhinaus stellen die Gliederungen des BDKJ Bayern nach Bedarf und Möglichkeit Materialien für die inhaltliche Arbeit in Pfarrgremien zur Verfügung um vor Ort die Arbeit subsidiär zu unterstützen.

„Als BDKJ Bayern sind wir Kirche, die sich verändert und weiterentwickelt. Wir sehen uns in der Verantwortung, diesen Prozess jugendgerecht, aktiv und konstruktiv mitzugestalten. Aus unserem Selbstverständnis heraus ermutigen wir junge Menschen, sich auf allen Ebenen von Kirche und Gesellschaft einzubringen“ fasst Eva Jelen, BDKJ-Landesvorsitzende, zusammen.

Hinweis:

Blogartikel zu den PGR-Wahlen: blog.bdkj-bayern.de/251-2/

Alle Informationen zur Wahl: www.pfarrgemeinderatswahl-bayern.de

Beschluss des BDKJ Bayern: www.bdkj-bayern.de/themen/positionen0/kirche/

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3. Ökumenische Jugendkonferenz in Bayern auf Burg Schwaneck mit klaren Forderungen zur Partizipation Junger Menschen

Im Landtagswahljahr 2018 in Bayern treffen sich die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) und der BDKJ Bayern zu ihrer 3. Ökumenischen Jugendkonferenz. Der Schwerpunkt liegt auf der Partizipation junger Menschen, denn gerade die Zukunft der jungen Generation ist am meisten von den heutigen Entscheidungen betroffen. Dabei gilt es zu berücksichtigen dass es durchaus Unterschiede bei der Beteiligungsbereitschaft junger Menschen gibt, abhängig von politischem Selbstkonzept und Geschlecht. Vor allem beim Selbstkonzept kann die Jugendarbeit ansetzen und etwas bewirken. Gerade im Bereich der Selbstwirksamkeit ist sie Expertin. In einem gemeinsamen, einstimmig gefassten Beschluss zur Partizipation fordern die beiden konfessionellen Jugendverbände unter anderem:

- Alle haben das Recht auf Beteiligung.

- Junge Menschen brauchen den Freiraum, um sich ausprobieren und entfalten zu dürfen. Dafür muss Politik eine ausreichende Finanzierung sicherstellen.

- Angebote für die qualifizierte Begleitung von Beteiligungsprozessen, statt sie selbst zu machen, bzw. vorzugeben, sollen geschaffen werden.

- Vermittlung von Medienkompetenzen zur möglichen E-Partizipation soll selbstverständlicher Bestandteil von Bildung junger Menschen sein.

- Entscheidungen sollen transparent und nachvollziehbar gemacht werden.

„Nur wenn junge Menschen erleben, dass sie mit ihren Themen und Anliegen ernst genommen werden und erfahren, dass sie etwas bewegen und verändern können, werden sie sich auch zukünftig in Kirche und Politik nachhaltig engagieren“ resümiert Jens Hausdörfer, Geistlicher Verbandsleiter des BDKJ Bayern.

„Bei den vor uns liegenden Herausforderungen ist es wichtig gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Deshalb ist es an diesem Wochenende schön zu erleben, wie viel uns wirklich verbindet. Da kann Politik und Kirche froh sein, wenn sie sich mit zwei so starken und sich einigen christlichen Jugendverbänden auseinandersetzen muss“ schließt Paula Tiggemann, Vorsitzende der EJB.

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Natur auf Platz 1

Laut des aktuellen Werte-Trends 2018* liegt die Natur zum ersten Mal auf dem ersten Platz. Das Thema ist mit der weiter fortschreitenden Erderwärmung aktueller denn je und der Wunsch zu handeln besteht. Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) bietet als Freiwilligendienst mit einem überaus vielfältigen Tätigkeitsprofil für ein Jahr einen Rahmen sich im Bereich des Natur- und Umweltschutzes und der Bildung für nachhaltige Entwicklung auszuprobieren.

Für wen ist das FÖJ geeignet? Für alle, die nach der Schule nicht direkt in die weitere Ausbildung oder Studium starten wollen. Für alle, die mit ihren Händen praktisch arbeiten wollen und damit Ergebnisse ihrer Arbeit sehen. Für alle, die den Kopf nicht ausschalten wollen, wenn es um die ökologisch nachhaltige Gestaltung der Zukunft geht. Für alle, die offen sind innerhalb Bayerns an anderen Orten Neues kennen zu lernen. Für alle, die zwischen 16 und 26 Jahre alt sind.

Für das FÖJ 2018/19, das am 1. September beginnt, kann man sich ab sofort bewerben. Um die 220 Plätze gibt es in allen Regionen Bayerns. Die Bewerbungsfrist für die erste Runde ist der 7.2.2018, für die zweite der 11.4.2018. Bis in den Juli wird es noch vereinzelt freie Plätze geben.

Details zum Verfahren finden sich unter www.foej-bayern.de oder über die drei bayerischen FÖJ-Träger: Der BDKJ Bayern, die evangelische Jugend in Bayern (EJB) und die Jugendorganisation des BUND Naturschutzes (JBN).

*Das Hamburger Marktforschungsinstitut Kantar TNS erforscht den Werte-Trend seit 2009. Die Daten werden durch die Beobachtung und Auswertung von rund vier Millionen Einträgen und Posts in sozialen Medien ermittelt.

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Über 50 TeilnehmerInnen aus Politik und katholischerJugendverbandsarbeit sind der Einladung zum ParlamentarischenJahresauftakt 2018 des BDKJ Bayern im Maximilianeum gefolgt.

Im bayerischen Jubiläumsjahr 2018 –100 Jahre Freistaat Bayern -stellt sich die Lebenssituation junger Menschen weitestgehend positiv dar. Aktuelle Studien bezeugen der Jugendpolitisches Interesse, soziales Engagement und in der Regel eine positive Grundeinstellung in Bezug auf ihreZukunftschancen.

Gleichzeitig sind junge Menschen die Personengruppe, die am meisten von politischen Entscheidungen betroffen ist. Bis zum 18. Lebensjahr sind Jugendliche aber nicht berechtigt ihren politischen Willen durch Wahlen zu bekunden.

Der BDKJ Bayern tritt für mehr Partizipation junger Menschen ein. Daher steht die Forderung der Wahlalterabsenkung bei Kommunal-und Landtagswahlen in Bayern besonders im Fokus sowie ein verbindlicher Jugendcheck als Qualitätsmerkmal einer generationengerechten Politik.

Die katholischen Jugendverbände sind der festen Überzeugung, dass den Menschen die Schöpfung von Gott zur Gestaltung und Bewahrung anvertraut ist. Aber ihr Reichtum ist nicht unerschöpflich. Aus diesem Grund tritt der BDKJ Bayern für eine bayerische Nachhaltigkeitsstrategie mit messbaren Zielen ein.Darüberhinaus fordert er mehr Investitionen in saubere Energie, Infrastruktur und klimaneutralen Verkehr.

„Junge Menschen brauchen ein Recht auf Beteiligung und Gestaltung! Junge Menschen brauchen sichere Rahmenbedingungen! Junge Menschen brauchen eine intakte und lebenswerte Umwelt!Auf diese Themen müssen die demokratischen Parteien in Bayern im Wahljahr eine Antwort finden,“ resümiert Jens Hausdörfer, Geistlicher Verbandsleiter BDKJ Bayern.

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